Energetische Sanierung: Günstiger als erwartet 20. Feb. 2025

Energetische Sanierung: Günstiger als erwartet

Wie teuer ist eine energetische Komplettsanierung wirklich? Und lohnt sie sich finanziell? Eine neue Auswertung von realen Kostendaten der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online zeigt: Wer sein Einfamilienhaus energetisch modernisiert, muss zwar mit einer Investition von 108.000 Euro für die Komplettsanierung rechnen. Dank Fördermitteln und Heizkosteneinsparungen liegt die finanzielle Belastung über 20 Jahre bei lediglich 154 Euro pro Monat. In vielen Fällen können Eigentümer durch eine Sanierung langfristig Geld sparen.

Modernisierung statt Instandhaltung

Über die Hälfte der Sanierungskosten sind Instandhaltungskosten, die früher oder später ohnehin fällig wären – zum Beispiel für eine neue Fassade oder den Austausch alter Fenster. Wer diese Maßnahmen nutzt, um sein Haus gleichzeitig energetisch auf den neuesten Stand zu bringen, profitiert von dauerhaft niedrigen Heizkosten, besserem Wohnklima und einem höheren Immobilienwert.

Auch erneuerbare Heizsysteme wie Wärmepumpen, Pelletheizungen oder ein Fernwärmeanschluss sind durch hohe Förderquoten erschwinglich. Eine Luft-Wärmepumpe kostet im Schnitt 17.000 Euro und bis zu 70 Prozent der Kosten können gefördert werden. Ein Gas-Brennwertkessel hingegen ist angesichts steigender CO₂-Preise und hoher Betriebskosten keine wirtschaftliche Alternative mehr. Die Zahlen zeigen: Der Wechsel auf erneuerbare Energien rechnet sich langfristig.

Individuelle Kosten berechnen

Jedes Haus ist anders – und so auch die individuellen Kosten und Sparmöglichkeiten. Der kostenlose ModernisierungsCheck von co2online hilft Hauseigentümern, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Anhand weniger Angaben zum Gebäude liefert das Tool eine realistische Einschätzung der Investitionskosten und möglicher Einsparungen. Dabei stützt sich co2online auf eigene Berechnungen und unabhängige Vergleichswerte, die auf abgerechneten Baupreisen des Baukosteninformationszentrums der deutschen Architektenkammern aus dem vierten Quartal 2024 basieren. Das kostenlose Tool zeigt entweder Potenziale der Immobilie auf, oder es bewertet geplante Maßnahmen.

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